Festgeld – ein gute Alternative

Was genau ist Festgeld?

Festgeld, auch als Termingeld bezeichnet, ist eine zeitlich befristete Anlage auf einem gesondert hierfür eingerichteten Konto bei einer Bank. Üblich sind Anlagezeiträume ab 6 Monaten in Halbjahresabständen bis zu 48 Monaten. Gelegentlich werden auch Zeiträume von einem Monat bis zu 120 Monaten angeboten. Zum Vertragsbeginn wird ein Zinssatz vereinbart, der für die gesamte Laufzeit gilt.

Während der vereinbarten Laufzeit der Geldanlage können weder Bank noch Kunde das Festgeld kündigen. Dies gilt auch mit Blick auf mögliche Zinsschwankungen. Direktbanken ohne Filialnetz bieten die günstigsten Konditionen. Die Zinssätze liegen bei den Online-Banken je nach Laufzeit und Betrag deutlich über der Inflationsrate von derzeit etwa 2,5 %. Betragsmäßige Grenzen gibt es zumeist weder nach unten noch nach oben. Die in Deutschland ansässigen Anbieter von Festgeld unterliegen in jedem Fall der gesetzlichen Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Kunde. Wer mehr Geld auf dem Festgeldkonto anlegen möchte, erkundigt sich am besten bei der betreffenden Bank über deren maximale Einlagensicherung.

Festgeld – Die Vor- und Nachteile für die Anleger

Um die Vor- und Nachteile einer Anlage in Festgeld darstellen zu können, erscheint ein Vergleich mit ähnlichen Anlagemöglichkeiten hilfreich. Tagesgeld hat gegenüber Festgeld den Vorteil der täglichen Verfügbarkeit, wird jedoch geringer verzinst. Dementsprechend lohnt sich eine Anlage in Festgeld, wenn man einen vorab genau bekannten Zeitraum zu überbrücken hat, zum Beispiel für einen bevorstehenden Autokauf oder die Ablösung eines Darlehens, dessen Festzinsperiode zu einem bereits feststehenden Termin ausläuft. Gegenüber Geldmarktfonds hat Festgeld den Vorteil, dass in der Regel keine Mindestanlagebeträge vorgegeben sind und keine Gebühren etwa in Form von Ausgabeaufschlägen anfallen. Gebühren und Ausgabeaufschläge reduzieren vor allem bei kurzen Laufzeiten die Renditen von Geldanlagen, da sie einmalig berechnet werden. Das klassische Sparkonto hat gegenüber der Anlage in Festgeld zwei wesentliche Nacheile: Die Zinsen sind nachhaltig deutlich niedriger als beim Festgeld, zum anderen sind monatlich nur neringe Beträge ohne die Berechnung von Vorschusszinsen auszahlbar. Resümee: Festgeld ist eine sinnvolle ertragreiche Alternative bei Beträgen ab 5.000 Euro und einem genau bekannten Zeitraum, für den das Geld entbehrt werden kann.

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